Urs Heinz Aerni

und was er so tut
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Pforzheim, eine zu entdeckende Stadt mit neuem Festival

Mai 03, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Eine Stadt mit Problemen wie viele andere auch. Hier leben rund 120.000 Einwohner, die Stadt schmiegt sich in bewaldete Täler im Bundesland Baden-Württemberg. Die alten Römer waren auch hier, die Alliierten bombardierten im 2. Weltkrieg ziemlich alles weg, statt wie vorgesehen Karlsruhe, doch da spielte das Wetter nicht mit. So musste die City schnell und oft auch unschön wieder aufgebaut werden. Nach Zeiten des wirtschaftlichen Aufbruchs kamen auch wieder schlechtere Zeiten, was die Arbeitslosigkeit und die daraus auslösende Unsicherheit zum Ausdruck bringen. Das Programm des Stadttheaters bietet ein hochkarätiges und sehr engagiertes Programm und die Hochschule für Gestaltung, Technik, Wirtschaft und Recht lässt das Stadtbild mit rund 6.000 Studierenden verjüngen, dazu tragen zudem die traditionsreichen Goldschmiede- und Uhrmacherschulen bei. Pforzheim führt ein großes Potenzial für den Tourismus, denn hierher könnte es Menschen ziehen, die Natur lieben, gerne Fahrrad fahren, Wandern, Vögel beobachten und auch gerne lecker essen.

Und für Menschen, die schöne Bücher, originelle Worte und überraschende Geschichten finden möchten, wäre Pforzheim bis zum Sonntag ein Mekka. Das Parkhotel mit dem anschließenden Stadttheater verwandelt sich in einen Gebäudekomplex, in dem es nur so wimmelt von Sätzen.

Zu diesen Wort-Lieferanten gehören diese Gäste:

Viv Albertine (England)John Burnside (Schottland)Safiye Can (Deutschland)Jón Gnarr (Island)Yannick Haenel (Frankreich)Takashi Hiraide (Japan)Jack Hirschman (USA)Vigdis Hjorth (Norwegen)Claire Keegan (Irland)Rolf Lappert (Schweiz)OHNE ROLF (Schweiz)Gerhard Rühm & Monika Lichtenfeld (Österreich)Ed Sanders (USA)Christoph Simon (Schweiz)Patrica Smith (USA)Michael Stavarič (Österreich)Martin von Arndt (Deutschland)Joachim Zelter (Deutschland)Nell Zink (USA)

 

Und bevor Sie packen, hier finden Sie noch alle wichtigen Informationen.

Buchtipp: Alles, nichts oder beides

Mai 01, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Sie tritt auf Bühnen auf und nun ist ihr Buch erschienen.

Sie flackern unruhig, die Kerzen auf den Tischen im Theaterkeller.Ein älterer Herr sortiert die Gläser hinter der Bar und irgendjemand fingert noch an einem Scheinwerfer mit Wackelkontakt herum. Amina Abdulkadir sitzt auf einem Sofa, schaut sich um und ich weiß nicht, ob sie vor ihrem Auftritt nervös ist. Sie ist jung und präsent. Sie hat schon sehr viele Auftritte auf Bühnen und an Ausstellungen hinter sich und gewiss, es kommt noch mehr auf sie zu. Alses soweit ist, hier im Kellertheater, steht sie da, als wüsste sie nicht wieso.Die Stille scheint aus den vollen Reihen wie eine große und leere Sprechblase aufzusteigen. Und diese beginnt Amina nun mit ihrer Poesie zu füllen. Mit sinnierender Ironie … oder mit Charme bestücktem Witz … auf jeden Fall miteiner Text- und Sinneskunst, die fröhlich macht. Sie hoffe beim Publikum, so sagt sie, auf «offene Ohren und mutige Herzen» zu stoßen. Wenn Amina Abdulkadir spricht oder schreibt, so nimmt sie uns mit – oft gar in unser eigenes Herz.

1985 wurde Amina Abdulkadir geboren, in Mogadischu, Somalia. Als kleines Mädchen kam sie in die Schweiz. Schule war – erzählt sie – nicht so ganz ihr Ding, da gab es noch weit interessantere Themen, die ihrer Entdeckung harrten. Lehr- und Aktivzeiten verbrachte sie in der akademischen Welt, dann als Ergotherapeutin, um endlich da zu landen, wo sie hingehört: in der Kunst mit Worten und der Gestaltung.

Vorschlag angesichts der Bewilligung der Schweizer Regierung für Waffenmaterial-Exporte

April 24, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Die Bundesregierung bewilligt den Export von Kriegsmaterial in Länder wie Ägypten, Bahrain, Saudiarabien und in die Vereinigte Arabischen Emirate. Jegliche Werte für Mensch, Gesellschaft und Frieden werden von der Maximalrendite überrollt.
Vorschlag: Die Schweiz ist ja eigentlich eine Eidgenossenschaft, also eine Genossenschaft. Es wäre nun doch an der Zeit, diese Genossenschaft in eine GmbH oder in eine AG umzuwandeln. Dann könnte die Schweiz AG auch die Berge an die Bayern verkaufen, Hauptsache, es gibt Kohle. Und falls Damaskus in Genf beantragen sollte, den Hauptsitz des Internationalen Roten Kreuz übernehmen zu wollen, dann kommt es drauf an, was die be...

Buch ist auch nach 40 Jahren ein Buch

April 23, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Gestern war ich zu Besuch bei meinen Eltern im Aargau. Beim Aperitif legte meine Mutter ein Buch auf den Wohnzimmertisch, ein Geschichtsbuch über die Schweiz während des Zweiten Weltkrieges. Sie sei beim Räumen und ob ich dieses Buch haben wolle. Mein Vater saß neben mir und griff zu diesem Buch aus dem Jahr 1970. Er begann zu blättern, zu lesen und zu staunen. Ja, ja, das sei seine Zeit gewesen. Er zitierte Namen aus dem Buch, besah alte Aufnahmen und sagte zu meiner Mutter, dass er es zuerst haben und lesen wolle. Dann gingen wir über zum Abendessen.

Warum schreibe ich das?

Vor rund vierzig Jahren erschien das besagte Buch. Als Schüler hatte ich es in den Händen, dann lagerte es in der Hausbibliothek und heute, im Jahre 2016 wird es wieder entdeckt und durchs Lesen neu belebt. Genau das macht es doch aus, das Medium Buch, mit seinen Seiten voller Texte und Bildern, geschützt durch zwei Buchdeckel und oft mit einem Navigationshilfsmittel namens Lesebändchen.

Hätte dieses Buch damals schon in digitaler Form gegeben, hätten wir vielleicht nicht mehr gewusst, welche Software anzuschließen sei, mit welchen Passwörtern es zugänglich gemacht hätte können oder es wäre schlicht unentdeckt geblieben. Wie hätte sich der Autor dieses Buches angesichts des gestrigen Blättern in einem Wohnzimmer nach 40 Jahren gefreut.

Oder glauben Sie, dass ich irgendwo in einer guten Stube in 30 Jahren vor einem Bücherregal stünde und sagte: „Sieh mal an, was haben wir da“ und klaubte überrascht ein E-Book heraus, damit ich ohne technischen Zirkus und elektronische Hürden mich hinsetzte um es bei einem Tee oder so in aller Ruhe zu Gemüte führte?

Ich glaube nicht so recht daran. Deshalb ist eben ein reales Buch mit vielen Seiten also doch ein Wert, der bleibt. Genauso wie ein guter Wein, der auch in 30 Jahren in Form einer wohletikettierten Glasflasche auf dem Tisch stehen wird.

 

„Charakter mit komischem Einschlag“ oder wie eine Schweizerin in der DDR eine Schauspielkarriere versuchte

April 18, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Wie eine Schweizer Schauspielerin Bühnenerfahrungen in der DDR sammelte. Im Interview gibt die ehemalige Schauspielerin Vernea Keller Einblicke in eine fast surreale Theaterkarriere in der sozialistischen Provinz im alten Ostdeutschland. Sie publizierte dazu auch ein Buch.

Dieser Link führt Sie zum Interview...

Leserbriefe: Woher oder Wie?

März 31, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Leserbriefe in den Zeitungen sind ganz wichtig. Sie seien einerseits ein Ausdrucksmittel der demokratischen und öffentlichen Debatten und andererseits eine sehr gute Möglichkeit für die Medien,  Seiten bedrucken zu können, die fast nichts kosten. Leserbriefe würden auch gerne gelesen und nach dem Wetterbericht und Sport am schnellsten aufgeblättert, so hört man.

Aber ein Trend irritiert. (Lesen Sie hier weiter...)

 

 

8. "Berg & Buch" in Lenzerheide

März 15, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Die alpine Buchmesse sorgt an Ostern 2016 für Lese- und Kulturgenuss. Schon zum achten Mal laden viele Bücher im Hotel Schweizerhof zum Stöbern und Entdecken ein, vom Kinderbuch über Ratgeber bis zum Krimi und Bildband. Die Hotelbuchmesse bildet auch in diesem Jahr das Finale des Kulturprogramms Winter 2015/2016. Heuer mit Lea Gottheil, Sandra Lüpkes, Jürgen Kehrer und Rolf Lyssy ... und mit vielen Büchern!

 

Die Buchmesse Olten schließt die Tore

März 14, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Lesen Sie das Interview über die Hintergründe mit dem Initianten und Verleger Thomas Knapp hier...

Amina Abudlkadir und Martin Kunz beim heuwender in Zürich

März 13, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

heuwender #26

Sonntag, 20. März 2016, 11 Uhr

Von Heimat, Flucht und Fremdsein: Amina Abdulkadir und Martin Kunz

Täglich flüchten Hunderte Menschen aus Krisen- und Kriegsgebieten nach Europa, täglich kommen fremde Menschen zu uns. Was macht das mit uns? Warum haben so viele Menschen Angst vor dem Fremden? Was heisst überhaupt Heimat und Identität? Wer sind wir? Darüber reden die Autorin Amina Abdulkadir, die mit drei Jahren aus Somalia in die Schweiz kam, und der Philosoph Martin Kunz, der in Albisrieden das Atelier für Kunst und Philosophie betreibt. Wir sind gespannt auf ihre Sichtweisen und Antworten auf drängende Fragen unserer Zeit.

 

Die Bücherplauderer in Uitikon-Waldegg

März 13, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Hanspeter Müller-Drossaart und Urs Heinz Aerni plaudern und reden übers Lesen, die Bücher und das Leben.