Urs Heinz Aerni

und was er so tut
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heuwender am 11.01.2015 in Zürich

Dezember 11, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Gemüt & Gesetz:

Jeannette Fischer und Esther Stoop

Die eine erforscht das Gemüt, die andere dient dem Gesetz: Jeannette Fischer, in Albisrieden zuhause, ist Psychoanalytikerin mit eigener Praxis in Zürich. Und engagiert sich, auch als Filmemacherin, für die Aufarbeitung des Skandals um Verdingkinder. Mit schwierigen Biografien hat auch Esther Stoop zu tun: Als leitende Jugendanwältin des Bezirks Limmattal / Albis muss sie täglich mit den Schicksalen jugendlicher StraftäterInnen umgehen. Zwei interessante Persönlichkeiten erzählen bei uns aus ihrem Alltag und Berufsleben.

 

Depesche

Dezember 03, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Die Cembra MoneyBank verrechnet ab Januar 2015 eine Gebühr wenn ich die Rechnungen weiterhin normal per Post erhalten möchte, man solle Vögel trotzdem über Winter füttern weil wir sie durch zu saubere Gärten vertreiben, sagte man im Fernsehen und ich lese an einem Wunderwerk von Buch, das ich hier Ihnen empfehle:
Achtung, es ist kein Roman oder eine spannende Story, es sind viele viele Gedanken, Kommentare und Beobachtungen wunderbar in Worten vermengt. Können Sie natürlich bei mir bestellen.
Und: Für HIMMEL AUF ERDEN - Weihnachtsschow am 13. Dezember in Zürich hätte ich zwei Gratis-Tickets abzugeben. Einfach E-Mail an makelundlos@web.de  und ab geht die Post.
Und: Sie können wählen: ein Gratisheft vom WANDERMAGAZIN SCHWEIZ, SCHWEIZER MONAT oder ZEITPUNKT.

“Der Koch” von Martin Suter jetzt in den Kinos Deutschlands

November 29, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Ab 26. November läuft der Spielfilm in Deutschland, in Zürich war bereits die Vorpremiere.

Kommen wir gleich zur Sache.

 

Kamera/Photografie/Schnitt:

Erstklassige Bilder, Farben und Sequenzen aus der Küche. Die Nahaufnahmen des Fischzerlegens sind ein Genuss. Injektionen in die Fruchtkörper im Drink: als wäre man als Taucher da drin. Das Sieden und Braten von Fleisch und Huhn: als würde man mitbruzeln. Kurz und gut: Bildpoesie. Kompliment.

Kleine Frage: wieso ist das Licht in der Wohnung des Tamilischen Kochs immer so benebelt und diesig, als schwebte ständig Brat-Öl in der Luft?

 

Plot und Story:

Die Story ist ziemlich schnell erkenn- und durchschaubar. Gute Ansätze mit kritischem Unterton angesichts des aktuellen Gebarens seitens Schweizer Regierung und Lobbyisten der Rüstungsindustrie. Die Idee von einem Küchenjungen im Spitzenrestaurant der sich zum Richter eines Waffenhändlers mausert ist originell. Die Absicht auf diese Art der kapitalistischen Gesellschaft den Spiegel hinzuhalten, muss geehrt werden.

Doch … nach verheißungsvollem Einstieg sackt es in der Mitte des Filmes dergestalt ab, dass sich Langeweile breit macht. Langatmige Bilder, Dialoge ohne Esprit, Szenen die zwischen Vorabendfernsehfilm und Hollywood-Adaptionen pendeln. Zu viel Ruhe und Ausdehnung und dann auf einmal gegen Ende hin eine Off-Stimme – sie stammt vom Koch – die noch schnell erklärt, was geschah und was er sich dachte. Mit einem Schlussbild – Kameradrohne umfliegt den Koch, der in den Bergen zu Ehren seiner Großmutter ein Feuer auf einem Steinaltar entfacht – das schlicht und einfach eine Pathetik bedient, die X-tausendfach in anderen Streifen zu sehen war, mit einem Song, der völlig einen anderen Sound unterlegt, und der weder im Film schon mal vorkam, noch hierher hinpasst.

Fazit: Zu viel gewollt, zu wenig Mut. Und zu oft an ein mögliches Massenpublikum gedacht?

Vorpremiere in Zürich am 3. September 2014:

Man kommt nicht umhin, mit dem Negativen zu beginnen: Im Publikum und unter Medienschaffenden waren Leute anwesend, die kein Schweizerdeutsch verstanden. Zugleich handelt es sich um eine Zusammenarbeit mit Produzenten und Geldgebern aus Deutschland. Und was macht der Veranstalter in seiner Weitsicht und Professionalität? In Mundart wird beim Aperitif begrüßt und informiert, im Schweizer Dialekt wird dann der Film angesagt und anschließend im Dialekt moderiert und interviewt. Das geht echt gar nicht, das war ein Affront gegenüber anwesenden Schauspielerinnen, Techniker, und Regisseur Ralf Huettner, der kopfschüttelnd nichts verstand.

Die Moderatorin stellte Fragen, die sich nur und ausschließlich ums Essen drehten, sie waren dergestalt peinlich, dass man sich als Schweizer im Kino fremdschämte. Der Verfasser dieser Zeilen sprach mit dem Regisseur im Anschluss beim Hinterausgang des Kinos und erhält für seine Einschätzung durch ihn bestätigt; ein Akt der Unhöflichkeit sei das gewesen. Da holt die Schweiz Partner, Geldgeber und Schauspielende aus Deutschland und macht daraus an der Premiere eine Präsentation als handelte es sich um eine geschützte Werkstätte für den Heimatschutz.

Die Moderatorin gab sicher ihr Bestes und ihr kann womöglich keine Vorwürfe gemacht werden aber sicherlich dem Briefing, den Organisatoren. Themen wie Tamil Tigers, Flüchtlingsleben zwischen Tempel und Krankenhaus und schauspielerische Herausforderungen hätten inhaltliche Tiefen gegeben und dem Abend gut getan. Stattdessen blieb alles bei den erotisierenden Rezepten mit der üblichen Halligalli-Fröhlichkeit.

 

Personal:

Jessica Schwarz: Starker Start mit Verblassung der Figur im Laufe des Films.

 

Hamza Jeetooa: Identisch, direkt, überraschend aber sicher auch faszinierend durch die Exotik einer eben noch uns immer noch fremden Welt.

 

Hanspeter Müller-Drossaart: Intensive Charakterrolle sehr gut umgesetzt, gewürzt mit Witz in der Rolle des Schurken, dessen Art aber einen irgendwie bekannt vorkommt…

 

Max Rüdlinger: Passte sehr gut als Waffenhändler-Kollege, erfrischend schweizerische Hölzigkeit im Nobelhotel oder in der Limousine.

 

 

Notiz zur Sprache:

Warum spricht die Hauptdarstellerin als Schweizerin Bühnendeutsch wenn die beiden Schweizer Waffenhändler Deutsch mit Akzent reden? Entweder reden alle Schweizer Bühnendeutsch und fluchen mal helvetisch oder es reden alle akzentbeladenes Deutsch.

Ach, es ist echt nicht einfach, das mit dem Film und der Schweiz.


 

Cembra MoneyBank verlangt ab Januar 2015 für Rechnungen per Post Geld von den Kunden

November 28, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Im Schreiben teilt die Cembra MoneyBank Zürich mit, dass ab dem 1. Januar 2015 pro Monatsrechnung via Post eine Gebühr von Fr. 1.50 verrechnet werde.Diese neue Gebühr verärgert, enttäuscht und ist alles andere als gelungene Kundenbindung. Weil:
- nicht alle Kunden noch mehr am PC sitzen oder am Handy hantieren möchten,

- nicht alle Kunden digital vernetzt sind, so dass ein Nutzen   entstünde,

- der Kunde Mehraufwand durch das Abrufen von Infos hat,

- es noch immer Menschen gibt, die per Zahlungsauftrag begleichen,

- das Unternehmen immer mehr Arbeit dem Kunden delegieren will,

- durch die Zunahme der E-Mail-Flut und Spam viele Kunden verunsichert,

- dem Kunden keine Chancen gegeben wird, sich zu äußern,

- die Bank wohl nicht wissen möchte, was eigentlich die Kundschaft möchte,   sondern nur die Maximal-Rendite verfolgt.
Die Art und Weise, wie die Cembra Money Bank Systeme und Angebote einfach wechselt und verändert ohne eine Mindest- Tuchfühlung mit der zahlenden Kundschaft ist eine Ausnützung von Abhängigkeiten und der Überforderung von nicht wenigen Benutzerinnen und Benutzer, sich zu wehren. Mit anderen Worten: Es gibt eine neue Form der Diktatur.

Zum Entdecken: Messerwetzen im Team Shakespeare

November 27, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Der neue Kriminalroman von Ulrich Land spielt im 16. Jahrhundert in London und liefert erst noch Rezepte mit.


Informationen vom Verlag:

1593, Deptford bei London. In einer Kneipe wird Christopher Marlowe angeblich wegen Zechprellerei erstochen, jung an Jahren und einer der erfolgreichsten Dramatiker im elisabethanischen England. Im gleichen Jahr wie Shakespeare geboren (also vor 450 Jahren) und mit ihm in regem Kontakt. So viel ist sicher. Doch da kommt die Überlieferung schon ins Stocken. Der Mord wurde nie wirklich aufgeklärt. Waren Marlowes Mörder – wie er selbst – in geheimdienstliche Händel verstrickt? Oder steckte die Clique der jungen Dichter um Shakespeare dahinter? War es die knallharte Konkurrenz mit dem Dichterfürsten Englands, die ihn das Leben kostete? Und: Wer war eigentlich dieser Shakespeare? Historisch verbrieft ist nur, dass er ein gewiefter Geschäftsmann war – und auf Marlowe womöglich nicht besonders gut zu sprechen.

 

Kommentar:

Ulrich Land nimmt Legenden und Wahrheiten auf, spinnt sie weiter und zeichnet drum herum Figuren in seinen Romanen, die dem Lesenden sehr vertraut werden, als hätten sie genau so gelebt und gehandelt … was vielleicht auch so war? Auf jeden Fall, man liest seine Bücher mit Vergnügen und die Neugier für die Stoffe ist geweckt.

Hier mehr lesen...


 

„Von Klischees überschattet“

November 20, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Wolfgang Salzmann machte sich nach der Karriere als Anwalt an ein großes Buchprojekt; eine Art Gesamtschau des Judentums. Dazu stellte ich ihm für das Magazin BERG.LINK Berlin Fragen… (weiter lesen)

„Warum noch schreiben?“

November 19, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Ex-Literaturkritiker, Herausgeber und Schriftsteller Markus Bundi über sein Schreiben und die Tour einer literarischen Klangreise. Interview mit Markus Bundi ist hier zu lesen...

 

Talk mit Oliver Bottini am 11.12.2014 in Konstanz

November 18, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Gespräch und Lesung im Rahmen des Krimiwinters

Ein paar Tage Licht von Oliver Bottini


Moderator: Urs Heinz Aerni
Einlass: 18:30Uhr | Start: 19.30Uhr
regulär: €12,- | ermäßigt: €8,- in der Kula Konstanz

Das Kulturbüro verwandelt die Stadt Konstanz auch in diesem Winter wieder in ein Eldorado für Krimifans und öffnet Tür und Tor für die blutige und böse Seite der Literatur. Auch bei diesem Konstanzer Krimiwinter laden wir die Besten der deutschsprachigen Krimiliteraten ins winterliche Konstanz ein. Es werden ungewöhnliche Tatorte aufgesucht, Spuren entdeckt, Verbrechen aufgeklärt und manche Fälle doch unlösbar bleiben…

 

Novitätenschau am 09.12.2014 im Literaturhaus Zürich

November 18, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

GESPRÄCH Urs Heinz Aerni, Max Küng, Gesa Schneider, Isabelle Vonlanthen

«Was ein richtiges Buch ist, das muss den ganzen Haushalt durcheinander bringen: die Familie prügelt sich, wer es wei- terlesen darf, die Temperatur ist beängstigend, und Mittag wird überhaupt nicht mehr gekocht.» (Kurt Tucholsky). Für leiden- schaftliche Leserinnen und Leser stellen Gesa Schneider und Isabelle Vonlanthen vom Literaturhaus und Urs Heinz Aerni (Journalist und Buchhändler) sowie special guest Max Küng (Das Magazin) ihre persönlichen Favoriten aus dem Bücher- herbst und -winter 2014 vor: Aus dem Dschungel der Neuer- scheinungen und Wiederauflagen haben sie jene Romane, Lyrik, Hör- oder Kinderbücher ausgewählt, die ihr Herz höher schlagen lassen. Wenn Ihnen also noch die passende Lektüre fehlt für den Rückzug aufs Sofa zuhause, wenn Sie keine Zeit hatten, sich durch die Literaturbeilagen der Zeitungen zu wühlen, oder wenn Sie einfach einen schönen Abend verbrin- gen wollen, kommen Sie vorbei – die vorgestellten Bücher fin- den Sie dann direkt auf unserem Büchertisch.

 

Talk und Lesung mit Michelle Halbheer am 13.11.2014 in Glarus

November 10, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Michelle Halbheer liest aus ihrer bewegenden Biografie "Platzspitzbaby". Anschliessend an die Lesung findet ein Gespräch/Diskussion statt mit Moderator Urs Heinz Aerni.

Michelle Halbheers Mutter gehört der Platzspitz-Generation an; schwerst drogenabhängig vernachlässigte und gefährdete sie nicht nur sich selber, sondern auch ihr Kind. Michelle ist knapp zehn, als sich ihre Eltern scheiden lassen und sie in die Obhut ihrer heroin- und kokainabhängigen Mutter kommt. Die folgenden Jahre werden für das Mädchen derart bedrohlich, dass es nur knapp überlebt. Mit großer Willensanstrengung setzte die heute 28-Jährige in den folgenden Jahren um, was viele andere Kinder aus Drogenfamilien leider nicht schaffen: Sie machte eine Ausbildung und ? sie blieb suchtfrei. Mit dem jetzt vorliegenden Buch will Michelle allen anderen »vergessenen Kindern«, die noch heute zu Tausenden in Suchtfamilien aufwachsen, eine Stimme geben.

Hinweis in der Zeitung Firdolin...