Urs Heinz Aerni

und was er so tut
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Interview mit Jens Nielsen

Juli 22, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Zu lesen in der Zeitung ZÜRICH WEST oder auf SONDIERUNG

 

Sagte Liesegang

Juli 13, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

So heißt ein zu empfehlender Roman von Ralf Schlatter. Ich traf ihn im Weißen Rössli in Zürich und stellte ihm dazu Fragen. Das Ganze können Sie hier sehen.

Wien oder Viertausender?

Juni 29, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Wir nahmen Platz, in einer Gaststube in Wien nach einer Veranstaltung. Am langen Tisch saßen Kultur- und Medienmenschen und ich, der einzige Schweizer. Der Wein ist geordert, das Schnitzel ebenso. Aufgeräumt war die Stimmung, angeregt die Gespräche. Irgendwann, im Laufe des späten Abends plauderte man über die Vielfalt der Sprache Deutsch. Kommentiert wurden die Eigenarten im Berlinerischen bis zum Wienerischen, vom Bayrischen bis zum Tirolerischen. Als jedoch das Schweizerische Erwähnung fand, ging es los, mit dem Lächeln, Schmunzeln. Worte wie „ist ja nett“ und „klingt so originell“ oder „ach wie niedlich“ machten die Runde. Der einzige Schweizer an der Tafel hörte zu und schwieg. Doch nicht lange. Er bat ums Wort und erhob die Stimme: „Habt Ihr gewusst, liebe Österreicherinnen und Österreicher, dass die Schweiz über 30 Viertausender hat?“

So schnell still wurde es wohl noch nie, in der Gaststube mitten in Wien. Denn Österreich hat keinen einzigen Viertausender. Das Verhältnis zwischen Österreich und der Schweiz wurde durch diesen Satz an diesem Abend auf den Gefrierpunkt gesetzt.

Der Kellner (sprich Ober) hörte mit und verschwand kurz im Büro. Dann trat er mit einem aus dem Internet ausgedruckten Zettel und sagte zu dem Schweizer am Tisch: „Mein Herr, ich muss Sie korrigieren, Sie haben nicht über 30 Viertausender, sondern genau 48.“ Jetzt knisterte es im Saal erst recht. Wie können der Abend und die Völkerverständigung gerettet werden? Der Schweizer stand geistesgegenwärtig wieder auf und bat nochmals ums Wort: „Liebe Freunde, ein Land, das Wien sein eigen nennen kann, braucht keine Viertausender.“

Stille, gegenseitige Blicke, der Griff zum Zweigelt und hoch das Glas ...

Uff!

 

Urs Heinz Aerni

 

Passende Buchtipps:

Tourenkarten Set Alpen Österreich Schweiz – nicht nur für Motorradfahrer, 8 folierte und reißfeste Karten, 1:300.00, Touristik-Verlag Vellmar, ISBN 9783937063126

Wohnsitzverlagerung nach Österreich und in die Schweiz. Eine Analyse aus erbschaft- und einkommensteuerlicher Sicht. Von Verena Schönwetter, Verlag Gabler 9783834913463

 

 

1. Wissens-Camps in Lenzerheide

Juni 13, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Die Wissens-Camps finden diesen Sommer erstmals statt: Jeweils während fünf Tagen können sich Jugendliche in ein spannendes Thema vertiefen. Journalistisches Arbeiten, Spurensuche in der Geschichte des Menschen, mit Zahlen spielen und sie besser verstehen, witzige Geschichten schreiben, das Leben in Graubünden kennenlernen, Fotografieren und Filmen. Das Programm und weitere Informationen finden Sie hier beim Hotel Schweizerhof Lenzerheide...

 

 

 

Kolumne BÜNDNER WOCHE

Mai 30, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Muss Graubünden neu erfunden werden? Kolumne in der BÜNDNER WOCHE...

Tony Renold in Lenzerheide

Mai 22, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Poesie, Witz und Musik verzaubern die Sinne und den Verstand.
Jeweils am ersten Donnerstag des Monats, von 20.30 bis 23.00 Uhr, versetzen Wortkünstlerinnen und Musiker unseren Gästen in der Wellness-Oase zusätzlich das Gemüt in Hochstimmung.

2. Juni 2016 im Hotel Schweizerhof Lenzerheide
Rhytmus mit Poesie mit Tony Renold

Helmut Maier zu Gast in Chur

Mai 18, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Es sind schon dieselben Ohren, durch die das gesprochene Wort und der gespielte Ton in unseren Verstand, in unsere Seele dringen, und doch nehmen gelesene Literatur und klingende Musik dann einen etwas anderen Weg: Hören wir Worte, ist der Verstand damit beschäftigt, ihrem Sinn nachzuspüren, den emotionalen Gehalt der Worte nehmen wir oft fast unbewusst wahr. Hören wir Musik, so reagieren wir viel eher gefühlsmässig, auch wenn der ordnende und allzu oft richtende Kunstverstand ebenfalls anspringt.

Lässt man beide Wirkungen abwechseln, so bleibt man als Hörer nicht nur länger aufnahmebereit, sondern wird sozusagen auf allen Ebenen angeregt – zumal wenn Text und Musik aufeinander bezogen sind, wenn sie sich wechselseitig beleuchten und kommentieren. Und dieser fruchtbare Dialog von Literatur und (Kammer-) Musik ist das Ziel der von Urs Heinz Aerni konzeptionell gestalteten Reihe «Tonzeile».

Und weil alle vier Veranstaltungen dieser Reihe ein «Wenn …» in ihrem Titel tragen, könnte man als Gesamtüberschrift ableiten: «Wenn Schriftsteller und Musiker sich begegnen …»

 

Rückblick Sprachsalz Pforzheim

Mai 16, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Es war ein voller Erfolg, das Festival Sprachsalz in Pforzheim. Hier lesen Sie den Bericht...

Pforzheim, eine zu entdeckende Stadt mit neuem Festival

Mai 03, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Eine Stadt mit Problemen wie viele andere auch. Hier leben rund 120.000 Einwohner, die Stadt schmiegt sich in bewaldete Täler im Bundesland Baden-Württemberg. Die alten Römer waren auch hier, die Alliierten bombardierten im 2. Weltkrieg ziemlich alles weg, statt wie vorgesehen Karlsruhe, doch da spielte das Wetter nicht mit. So musste die City schnell und oft auch unschön wieder aufgebaut werden. Nach Zeiten des wirtschaftlichen Aufbruchs kamen auch wieder schlechtere Zeiten, was die Arbeitslosigkeit und die daraus auslösende Unsicherheit zum Ausdruck bringen. Das Programm des Stadttheaters bietet ein hochkarätiges und sehr engagiertes Programm und die Hochschule für Gestaltung, Technik, Wirtschaft und Recht lässt das Stadtbild mit rund 6.000 Studierenden verjüngen, dazu tragen zudem die traditionsreichen Goldschmiede- und Uhrmacherschulen bei. Pforzheim führt ein großes Potenzial für den Tourismus, denn hierher könnte es Menschen ziehen, die Natur lieben, gerne Fahrrad fahren, Wandern, Vögel beobachten und auch gerne lecker essen.

Und für Menschen, die schöne Bücher, originelle Worte und überraschende Geschichten finden möchten, wäre Pforzheim bis zum Sonntag ein Mekka. Das Parkhotel mit dem anschließenden Stadttheater verwandelt sich in einen Gebäudekomplex, in dem es nur so wimmelt von Sätzen.

Zu diesen Wort-Lieferanten gehören diese Gäste:

Viv Albertine (England)John Burnside (Schottland)Safiye Can (Deutschland)Jón Gnarr (Island)Yannick Haenel (Frankreich)Takashi Hiraide (Japan)Jack Hirschman (USA)Vigdis Hjorth (Norwegen)Claire Keegan (Irland)Rolf Lappert (Schweiz)OHNE ROLF (Schweiz)Gerhard Rühm & Monika Lichtenfeld (Österreich)Ed Sanders (USA)Christoph Simon (Schweiz)Patrica Smith (USA)Michael Stavarič (Österreich)Martin von Arndt (Deutschland)Joachim Zelter (Deutschland)Nell Zink (USA)

 

Und bevor Sie packen, hier finden Sie noch alle wichtigen Informationen.

Buchtipp: Alles, nichts oder beides

Mai 01, 2016 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Sie tritt auf Bühnen auf und nun ist ihr Buch erschienen.

Sie flackern unruhig, die Kerzen auf den Tischen im Theaterkeller.Ein älterer Herr sortiert die Gläser hinter der Bar und irgendjemand fingert noch an einem Scheinwerfer mit Wackelkontakt herum. Amina Abdulkadir sitzt auf einem Sofa, schaut sich um und ich weiß nicht, ob sie vor ihrem Auftritt nervös ist. Sie ist jung und präsent. Sie hat schon sehr viele Auftritte auf Bühnen und an Ausstellungen hinter sich und gewiss, es kommt noch mehr auf sie zu. Alses soweit ist, hier im Kellertheater, steht sie da, als wüsste sie nicht wieso.Die Stille scheint aus den vollen Reihen wie eine große und leere Sprechblase aufzusteigen. Und diese beginnt Amina nun mit ihrer Poesie zu füllen. Mit sinnierender Ironie … oder mit Charme bestücktem Witz … auf jeden Fall miteiner Text- und Sinneskunst, die fröhlich macht. Sie hoffe beim Publikum, so sagt sie, auf «offene Ohren und mutige Herzen» zu stoßen. Wenn Amina Abdulkadir spricht oder schreibt, so nimmt sie uns mit – oft gar in unser eigenes Herz.

1985 wurde Amina Abdulkadir geboren, in Mogadischu, Somalia. Als kleines Mädchen kam sie in die Schweiz. Schule war – erzählt sie – nicht so ganz ihr Ding, da gab es noch weit interessantere Themen, die ihrer Entdeckung harrten. Lehr- und Aktivzeiten verbrachte sie in der akademischen Welt, dann als Ergotherapeutin, um endlich da zu landen, wo sie hingehört: in der Kunst mit Worten und der Gestaltung.