Urs Heinz Aerni

und was er so tut
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Milena Moser – das wahre Leben am 30.09.2014

September 15, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Literatur in der Hypi … goes downtown
Dienstag, 30. September 2014, 19.15 Uhr, Alter Gemeindesaal Lenzburg

Milena Moser – das wahre Leben

Von der «Putzfraueninsel» über «Montagsmenschen» bis hin zu ihren neuesten Büchern: Immer wieder lockt Milena Moser ihre Figuren mit Witz, Verve und voller Zuneigung durch existentielle Höhen und Tiefen. In «Das wahre Leben» (Nagel & Kimche) erzählt sie eine intensive Liebes-geschichte rund um Schmerz, Krankheit und Trennung, von zwei Frauen in der Mitte ihres Lebens, die sich beide gerade in einer Krise befinden und einen Ausweg suchen. Im Gespräch gibt die Autorin Einblick in die Entstehung des Romans und ihren dazugehörigen spannenden Blog, bei dem man ihr über die Schultern schauen und miterleben kann, was alles so passiert, wenn ein Text seinen Weg in die Welt sucht. Nicht verpassen: Milena Moser hat der Hypothekarbank Lenzburg eine eigene Kolumne gewidmet – zu erleben auch an diesem Abend.

Moderation: Urs Heinz Aerni, Publizist/ Literaturvermittler; Begrüssung: Sascha Hostettler (Mitglied Geschäftsleitung Hypothekarbank Lenzburg)

Eine Kooperation der Hypothekarbank Lenzburg mit dem Literaturhaus

Anmeldung beim Literaturhaus direkt: hypi@aargauer-literaturhaus.ch

Eintritt: 10.–

 

Internationale Literaturtage Sprachsalz in Hall i. Tirol vom 12.-14.09.2014

September 07, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Auch die diesjährigen Internationalen Literaturtage Sprachsalz (12. – 14. September 2014) sind ein Fest der literarischen Vielstimmigkeit, wenn zu zahlreichen Veranstaltungen mit heimischen und internationalen Autorinnen und Autoren geladen wird. Für ihr Engagement und die «Kunst des Konventionsbruchs» wurden die Organisatoren dieser Tage mit dem US-amerikanischen Acker Award ausgezeichnet.
Im Gedenken an die Schriftstellerin Kathy Acker und ihr unkonventionelles Leben und Wirken vergeben die Künstler Alan Kaufman und Clayton Patterson die Acker Awards For Achievement in The Avant Garde. In der Sparte Internationale Literatur konnte sich das Festival Sprachsalz über eine Auszeichnung freuen. «Wir sind stolz darauf, dass wir diesen Preis bekommen haben und neben so renommierten Namen wie etwa Jonathan Littell oder Lawrence Ferlinghetti (für sein Lebenswerk) ausgezeichnet wurden», betont Heinz D. Heisl, einer der Sprachsalz-Organisatoren. Nähere Informationen unter www.ackerawards.com

 

Visionäres und Abgründiges: erste Programmpunkte


Eine Begründung für den Acker Award liegt im Einsatz der Veranstalter, der amerikanischen Avantgardekultur des 20. Jahrhunderts eine Bühne zu bieten. Waren in den vergangenen Jahren vor allem zahlreiche Beatniks zu Gast, so kann man sich diesmal mit der mehrfach preisgekrönten Spoken-Word-Performerin Patricia Smith (USA) und dem New Yorker Dichter Ron Kolm (USA) auf weitere Vertreter der Sprachkunst freuen.

 

John Burnside (Schottland) zählt zu den profiliertesten Autoren der europäischen Gegenwartsliteratur. In Hall gewährt er mit seinem neuen Roman «Haus der Stummen» einmal mehr einen Blick in die Abgründe der menschlichen Natur. Die gebürtige Albanerin und Adelbert-von-Chamisso-Förderpreisträgerin Anila Wilms (Deutschland/Albanien) erzählt in ihrem Politkrimi«Das albanische Öl oder Mord auf der Straße des Nordens» eine exotisch-burleske Episode aus der Geschichte des jungen albanischen Staates. Die Schriftstellerin Julia Kissina (Deutschland/Russland) hat sich mit spektakulären Kunstaktionen einen Namen gemacht. Bei Sprachsalz erzählt sie mit visionärer Sprachkraft von ihrer sowjetischen Kindheit in Kiew.

 

Aus der Schweiz reisen der Schriftsteller und Verleger Beat Brechbühl und Markus Bundi an, der ausgewählte Gedichte und Prosa aus den zurückliegenden zwölf Jahren präsentieren wird. Milena Michiko Flašar, österreichische Schriftstellerin japanischer Abstammung, wird u.a. aus ihrem ausgezeichneten Roman «Ich nannte ihn Krawatte» lesen.

 

Sprachsalz und die Klangspuren


Am Festival-Freitag findet wieder eine Kooperation mit den Klangspuren Schwaz statt: Die Wiener Autorin und Musik-Journalistin Irene Suchy wird sowohl den Abend für Otto M. Zykan dramaturgisch leiten und moderieren, als auch eigene Texte lesen. Wie alle Sprachsalz-Veranstaltungen ist das Konzert bei freiem Eintritt zu besuchen.

 

Hier finden Sie mehr Informationen…

 

Uta Köbernick am 07.09.2014 im heuwender in Zürich

September 04, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Sie ist in Berlin geboren und in Zürich-Wiedikon zuhause. Sie hat Schauspiel studiert und spielt Geige und Gitarre. Und sie hat eine wunderbare Stimme. «auch nicht schlimmer: Uta Köbernick singt Rabenlieder» heißt ihr neustes Programm. Und seit dem ornithologischen heuwender wissen wir: Raben sind sehr gescheite Vögel. Das sind auch Uta Köbernicks Lieder. Überaus scharfsinnig, oft politisch, manchmal heiter und zuweilen bitterbös. Freuen Sie sich auf einen Morgen mit einer wortgewandten, geistreichen und hochmusikalischen Kabarettistin! pd

heuwender im Ortsmuseum Zürich Albisrieden

“Der Koch” – Nach der Kinopremiere und vor dem Kinostart. Eine Art Kritik.

September 03, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Kamera/Photografie/Schnitt:

Erstklassige Bilder, Farben und Sequenzen aus der Küche. Die Nahaufnahmen des Fischzerlegens sind ein Genuss. Injektionen in die Fruchtkörper im Drink: als wäre man als Taucher da drin. Das Sieden und Braten von Fleisch und Huhn: als würde man mitbruzeln. Kurz und gut: Bildpoesie. Kompliment.

Kleine Frage: wieso ist das Licht in der Wohnung des Tamilischen Kochs immer so benebelt und diesig, als schwebte ständig Bratöl in der Luft?

 

Plot und Story:

Die Story ist ziemlich schnell erkenn- und durchschaubar. Gute Ansätze mit kritischem Unterton angesichts des aktuellen Gebarens seitens Schweizer Regierung und Lobbyisten der Rüstungsindustrie. Die Idee von einem Küchenjungen im Spitzenrestaurant der sich zum Richter eines Waffenhändlers mausert ist originell. Die Absicht auf diese Art der kapitalistischen Gesellschaft den Spiegel hinzuhalten, muss geehrt werden.

Doch … nach verheißungsvollem Einstieg sackt es in der Mitte des Filmes dergestalt ab, dass sich Langeweile breit macht. Langatmige Bilder, Dialoge ohne Esprit, Szenen die zwischen Vorabendfernsehfilm und Hollywood-Adaptionen pendeln. Zu viel Ruhe und Ausdehnung und dann auf einmal gegen Ende hin eine Off-Stimme – sie stammt vom Koch – die noch erklärt, was noch geschah und was er sich dachte. Mit einem Schlussbild – Kameradrohne umfliegt den Koch, der in den Bergen zu Ehren seiner Großmutter ein Feuer auf einem Steinaltar entfacht – das schlicht und einfach eine Pathetik bedient, die X-tausendfach in anderen Streifen zu sehen war, mit einem Song, der völlig einen anderen Sound unterlegt, der weder im Film schon mal vorkam, noch hierher hinpasst.

Fazit: Zu viel gewollt, zu wenig Mut. Und zu oft an ein mögliches Massenpublikum gedacht?

 

 

Vorpremiere in Zürich am 3. September 2014:

Man kommt nicht umhin, mit dem Negativen zu beginnen: Im Publikum und unter Medienschaffenden waren Leute anwesend, die kein Schweizerdeutsch verstanden. Zugleich handelt es sich um eine Zusammenarbeit mit Produzenten und Geldgebern aus Deutschland. Und was macht der Veranstalter in seiner Weitsicht und Professionalität? In Mundart wird beim Aperitif begrüßt und informiert, im Schweizer Dialekt wird dann der Film angesagt und anschließend im Dialekt moderiert und interviewt. Das geht echt gar nicht, das war ein Affront gegenüber anwesenden Schauspielerinnen, Techniker, und Regisseur Ralf Huettner, der kopfschüttelnd nichts verstand.

 

Die Moderatorin stellte Fragen, die sich nur und ausschließlich ums Essen drehten, sie waren dergestalt peinlich, dass man sich als Schweizer im Kino fremdschämte. Der Verfasser dieser Zeilen sprach mit dem Regisseur im Anschluss beim Hinterausgang des Kinos und erhält seine Einschätzung durch ihn bestätigt; ein Akt der Unhöflichkeit sei das gewesen. Da holt die Schweiz Partner, Geldgeber und Schauspielende aus Deutschland und macht daraus an der Premiere eine Präsentation als handelte es sich um eine geschützte Werkstätte für den Heimatschutz.

 

Die Moderatorin gab sicher ihr Bestes und ihr kann womöglich keine Vorwürfe gemacht werden aber sicherlich dem Briefing, den Organisatoren. Themen wie  Tamil Tigers, Flüchtlingsleben zwischen Tempel und Krankenhaus und schauspielerische Herausforderungen hätten inhaltliche Tiefen gegeben und dem Abend gut getan. Stattdessen blieb alles bei den erotisierenden Rezepten mit der üblichen Halligalli-Fröhlichkeit.

 

Personal:

 

Jessica Schwarz: Starker Start mit Verblassung der Figur im Laufe des Films.

 

Hamza Jeetooa: Identisch, direkt, überraschend aber sicher auch faszinierend durch die Exotik einer eben noch uns immer noch fremden Welt.

 

Hanspeter Müller-Drossaart: Intensive Charakterrolle sehr gut umgesetzt, gewürzt mit Witz in der Rolle des Schurken, dessen Art aber einen irgendwie bekannt vorkommt…

 

Max Rüdlinger: Passte sehr gut als Waffenhändler-Kollege, erfrischend schweizerische Hölzigkeit im Nobelhotel oder in der Limousine.

 

Notiz zur Sprache:

Warum spricht die Hauptdarstellerin als Schweizerin Bühnendeutsch wenn die beiden Schweizer Waffenhändler Deutsch mit Akzent reden? Entweder reden alle Schweizer Bühnendeutsch und fluchen mal helvetisch oder es reden alle akzentbeladenes Deutsch.

 

Ach, es ist echt nicht einfach, das mit dem Film und der Schweiz.

 

Der Film läuft nun in den Schweizer Kinos und ab 27. November in den Deutschen.

Infos zu Film finden sich hier…

 

Symposium 2014 «Zeit – Mensch – Medizin» in Zürich

August 18, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Die Akademie Menschenmedizin widmet ihr diesjähriges Symposium dem Phänomen Zeit.

 

Nicht nur für das Gesundheitswesen, sondern für den heutigen Menschen generell, ist die Zeit zu einem schwierigen und bestimmenden Thema geworden. Sowohl Patientinnen und Patienten als auch Fachpersonen sind in diesem Thema je unterschiedlich, aber auch gemeinsam gefordert. Wie in vielem gibt es keine einfachen und einheitlichen Rezepte mehr, wie mit Zeitnot, Zeitverdichtung, Zeitansprüchen und dem Zeitgeist umzugehen ist.

 

Für ein vertieftes Verständnis der Phänomene und einen neuen Umgang braucht es also, ganz im Sinne der Tradition der Akademie Menschenmedizin, einen offenen Blick und Dialog über den unmittelbaren Arbeits- und Krankheitsalltag hinaus. Das Thema wird deshalb sowohl von Fachpersonen verschiedener Gesundheitsberufe als auch aus soziologischer, philosophischer, künstlerischer und aus Sicht der Physik beleuchtet. Diese Auseinandersetzungen und gerade die Einblicke in das Zeitverständnis der modernen Physik, eröffnen interessante neue Sichtweisen, die dem Erleben der Patientinnen und Patienten näher stehen könnten, als unsere chronologische Zeit des Arbeitsalltags.

 

Der Vorstand der Akademie Menschenmedizin freut sich auf eine rege Beteiligung und eine engagierte, weiterführende Diskussion.

 

Mitwirkende

  • Isis Amitirigala, Dr. med., Assistenzärztin
  • André Desponds, Pianist
  • Nadine Eimbeck, Pflegefachfrau HF-KJFF, Still- und Laktationsberaterin IBCLC
  • Ernst Peter Fischer, Prof. Dr., Physiker und Wissenschaftshistoriker
  • Esther Frank, Psychologin MSc, Leitung Mutter-Kind-Abteilung
  • Ludwig Hasler, Dr. phil., Philosoph und Publizist
  • Ueli Mäder, Prof. Dr., Ordinarius für Soziologie, Universität Basel
  • Peter Meier-Abt, Prof. Dr., Präsident der SAMW und der kantonalen Ethikkommission (A) Zürich
  • Susanna Niederer, Künstlerin
  • Marcel Tanner, Prof. Dr., Direktor Swiss Tropical and Public Health Institute, Consultant WHO

Vorstandsmitglieder Akademie Menschenmedizin

  • Annina Hess-Cabalzar, MA, Psychotherapeutin ASP, Präsidentin
  • Stephan Bachmann, Direktor REHAB Basel
  • Dr. med. Christian Hess, internistischer Chefarzt 1988 – 2012
  • Maya Karin Arnold, Pflegfachfrau HF, Shiatsu-Therapeutin HPS

Programm

8.15: Einschreiben

 

9.00: A. Hess-Cabalzar, A. Desponds
Begrüssung und Einstimmung

 

9.10: A. Hess-Cabalzar, M. K. Arnold, Ch. Hess, St. Bachmann
Zeit – Zeitgeist – Zeitnot in der Gesundheitsversorgung

 

9.45: P. Meier-Abt

Glaubwürdigkeit der Forschung – Zeit für Veränderung

 

10.20: Pause

 

10.45: E. P. Fischer
Jenseits der Zeit – moderne Physik und das Gesundheitswesen

 

11.30: L. Hasler
Zusammenfassung und Zeit aus philosophischer Sicht

 

12.15: Mittagessen

 

13.20: U. Mäder
Zeit im Wandel – sozio-kulturelle Sicht

 

13.55: I. Amitirigala, N. Eimbeck, E. Frank
Zeit – interdisziplinäre Sicht der jungen Generation

 

15.00: Pause

 

15.30: M. Tanner
Zeitumkehr! Was können wir von der Gesundheitsversorgung in der dritten Welt lernen?

 

16.15: S. Niederer und andere
Kunst, Vision, konkrete Schritte
16.45: A. Desponds
Konzert – Ausklang

 

17.00: Ende der Tagung

 

Das Symposium wird musikalisch und malerisch begleitet:

Zwischen den Vorträgen finden musikalische Feedbacks am Flügel mit André Desponds statt und Susanna Niederer schafft «Bilder des Tages», die gerahmt erworben werden können.

 

 

Erste Auswirkungen der Ökonomisierung des Gesundheitswesens bei Reha-Maßnahmen?

August 12, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Die Gesundheitsbranche erfährt durch die Fallpauschale, die Umwandlung vieler Spitäler in Aktiengesellschaften und durch die Ökonomisierung große Veränderung. Zudem schießen die Kosten ins Kraut und setzen Krankenkassen und Patienten unter finanziellen Druck. Was zeigen die ersten Entwicklungen bei Reha-Massnahmen?

Lesen Sie hier die Antworten von zwei Experten aus unterschiedlicher Warte auf meine Fragen, die ich für ZEITPUNKT stellte…

Berg & mehr.. ab 23. Juli 2014 in Lenzerheide

Juli 21, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Sommerkultur(gut) 2014 Hotel Schweizerhof Lenzerheide

Besuchen Sie einen Bündner Bauernhof, blicken Sie hinter die Kulissen von Radio Grischa, erleben Sie die Passugger Heilquellen live und beteiligen Sie sich an einer «Wimmläte»!

 

Mittwoch, 23. Juli 2014, 14.00 Uhr
Wenn Hühner, Schweine und Kühe Sommerurlaub machen: Das Maiensäss der Bauernfamilie Sigron.

Donnerstag, 24. Juli 2014, 14.00 Uhr
Wenn von hoch oben die frische Milch ins Tal fließt: Die Alp Scharmoin.

Mittwoch, 30. Juli 2014, 11.00 bis ca. 16.00 Uhr
Wenn der Mensch mit der Natur geht: Parc Ela, der Wasserweg und Imbiss auf der Ranch Farscox.

Donnerstag, 31. Juli 2014 , 13.00 bis ca. 16.00 Uhr
Wenn Wandern gemalt wird: Auf Segantinis Spuren in Savognin mit Ruth Michel und Konrad Richter.

Donnerstag, 7. August 2014, 13.00 Uhr
Wenn die Schlucht für Sagen sorgt: Die Viamala-Schlucht.

 

Alle Ausflüge und Veranstaltungen organisieren wir exklusiv und kostenlos für unsere Hotelgäste. Begleitet und moderiert werden sie vom Journalisten und Talkmaster Urs Heinz Aerni.

 

Wir freuen uns auf Sie!
Das Schweizerhof-Team sowie Urs Heinz Aerni, Kulturverantwortlicher Hotel Schweizerhof Lenzerheide

Sie wählte Zürich statt Berlin und lässt sich beim Komponieren auch treiben

Juli 20, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

Die junge Musikerin Katharina Busch legt ihre erste CD vor und findet den Zürcher Popkredit eine gute Sache. Ein Interview mit ihr für das Berliner Magazin BERGLINK können Sie hier lesen…

Das Aufräumen nach dem Lesen

Juli 20, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

 

 

 

In einem Punkt beneide ich den TV-Nutzer

 

Überall liegen Bücher. Das sieht ja wieder aus, also wirklich! Wir

Büchernarren haben es ja nicht einfach. Kennen Sie solche Abende, an denen

man auf dem Sofa rumlümmelt, da reinliest, dort weiterblättert und in

einem anderen Buch sich festliest? Man legt das eine Buch weg, um zum

nächsten zu greifen. Das Kerzenlicht flackert, der Wein funkelt und die

Bücher stapeln sich auf dem Tisch, auf dem Boden. Die Stunden verrieseln,

die Blätter rascheln und man fühlt sich puddelwohl. Es wird spät in der

Nacht, der letzte Buchdeckel wird zugeklappt, ächzend erhebt man sich aus

dem Polster. Die Beine über die am Boden liegenden Bücher hebend, geht es

Richtung Heia und kaum versinkt man im Bett wird noch ein Buch vom

Nachttischstapel aufgeschlagen, bevor dann gänzlich in den Nachtschlaf

weggedämmert wird.

 

Bücher sind kein schmutiges Geschirr

 

Am anderen Morgen liegen sie da, die Bücher, überall. Die Aufräumlust hält

sich sehr in Grenzen, denn der nächste Abend kommt bestimmt. Schließlich

wohne ich hier, ich lebe und lese hier. Warum soll alles wieder zurück in

die Regale gestellt werden? Bücher gehören zur Wohnung wie Stühle,

Schränke, Bilder oder ein Klavier. Bücher sind kein schmutziges Geschirr

und keine leeren Dosen. Bücher sind Wohn- und Gebrauchsgegenstände, mit

dem Recht auf Präsenz zwischen den vier Wänden. Und doch, heute Abend

kommen Gäste … die wohl staunend über die Wälzer und Novellen stolpern.

Ich komme nicht umhin, ich muss aufräumen.

 

Genau das ist das Ungerechte: Da kann einer eine Nacht lang den größten

Schlamassel im Fernsehen gucken und von einem Chaos zum nächsten Salat

zappen, und macht er die Glotze aus, so ist sofort aufgeräumt. Keine

Spuren außer einem Standby-Lämpchen. Das ist doch gemein, nicht?

 

Urs Heinz Aerni

 

Openair-Kino vor dem Ortsmuseum Zürich Albisrieden

Juli 15, 2014 Von: Urs Heinz Aerni Kategorie: Allgemein

heuwender SPEZIAL

Samstag, 19. Juli 2014, ab 20 Uhr (Filmstart ca. 21.45 Uhr)

Openair-Kino vor dem Ortsmuseum:

«Der Sandmann» (CH 2011, Regie: Peter Luisi)

heuwender zieht es an die frische Sommerluft: Wir machen die Triemlistrasse vor dem Ortsmuseum wie schon letztes Jahr zum Openair-Kinosaal. Manuel Lindt vom Wanderkino stellt die Leinwand und einen alten Filmprojektor auf, und los geht’s mit dem Kino wie zu alten Zeiten. Und mit der märchenhaften Schweizer Komödie «Der Sandmann», über die Liebe einer erfolglosen Sängerin zu einem Philatelisten, der plötzlich merkt, dass er Sand verliert … Mit dem tollen Schauspieler Fabian Krüger in der Hauptrolle, dem herrlich komischen Beat Schlatter als sein Chef und dem von Bühne und Fernsehen bekannten «Einfrau–Orchester» Frölein Da Capo – eine filmische Entdeckung im einmaligen Ambiente unter den Linden, im alten Albisrieder Dorfkern.

Bei schlechter Witterung zeigen wir den Film im Ortsmuseum.

→ Infos zum Wanderkino

→ Infos und Trailer zum Film «Der Sandmann»

Wir danken dem Sozialdepartement der Stadt Zürich herzlich für die Unterstützung!

heuwender – Kultur im Ortsmuseum Albisrieden
Triemlistrasse 2, 8047 Zürich, post@heuwender.ch